Im Jahreszirkel

Der Herbst 2017

„Der Herbst, der Herbst ist da, er bringt uns Spaß, hei hussassa ...“

 

Gemeinsam feierten wir vom 4. - 7. Oktober den Wilde-Welt-Geburtstag.

Das Fest wurde von der „wilden Woche der Stadtnatur“ eingeleitet und endete mit einem Lichterfest.

 

Den Auftakt machte der „Forschertag“ an dem der Entdeckergeist der Kinder geweckt wurde. Bei einer gemeinsamen Expedition zur nahegelegenen Moorlinse sammelten die Kinder besondere Naturobjekte. Diese konnten auf unserer Forschungsstation im Steinkreis der Wilden Welt durch Mikroskope genau betrachtet und analysiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt war hier, Besonderheiten zu erkennen und die Vielfalt der Natur mit allen Sinnen zu erfahren. Am Ende entstand eine Ausstellung und ein Kaufladen mit den Fundstücken. Ein ganz besonderen Dank geht hier an Ulli Sachse, einem grandiosen Naturfreund und Pädagogen, der diesen Tag bereicherte und seit Jahren den Geotag der Artenvielfalt auf der Moorwiese begleitet.

 

Am Donnerstag den 5. Oktober sollte der „Sinneswald“ stattfinden, der leider aufgrund des Sturmes Xavier entfallen musste.

 

Unterstützt von unserer Malerin Ulrike Homuth fand am Freitag der „Kreativwald“ statt. Hier knüpften die Kinder Pflanzengirlanden, bedruckten Stoffe mit Pflanzenfarben und ließen aus großen Wurzeln bemalte Kunstwerke entstehen.

 

Am 7. Oktober feierten wir dann unser großes Lichterfest mit dem Schattentheaterstück über die Bremer Stadtmusikanten, einem trefflichen Schauspiel, bei dem es um Freundschaft, Zusammenhalt und Tiere geht - all das, was Kinder in der Wilden Welt täglich erleben können. Livemusik gab es von der Gruppe “Life-Is“. Der Natur wurde gedankt mit von den Kinder selbst auf dem Feuer gekochter Erdäpfelsuppe, im Lehmofen gebackenem Karottenkuchen, Stockbrot mit Girsch und Brennesselsamen und heißem Waldbeerenpunsch. Ein großer Dank geht hier auch an die vielen Helfer, Eltern und besonders an die Kinder.

 

Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit den Bucher Kindern prozessorientiert geplant und veranstaltet. Neben den Aktionen wurden auch die Flyer gemeinsam liebevoll gestaltet.

 

 

Der Sommer 2017

Endlich wuchs und wucherte es, Wildnis entstand, wie nach einem Urknall. Die Kinder in ihrer schöpferischen Kraft ließen Seen am Fuße der Lehmberge entstehen. Städte wurden gebaut und zerstört. Meteoritenhagel aus Lehmklumpen zersprangen feierlich in 1000 Teile. Spielstätten wurden erfunden und alte Spiele neu erprobt.

 

Auf dem alljährlichen Gauklerfest der Moorwiese wurden unsere kleinen Gaukler vor größere Herausforderungen gestellt: So mussten sie, um das goldene Glöckchen der Gauklerprinzessin zu bekommen, mutig auf einen Baum klettern, sich, stark wie ein Bär, auf einem Sockel beweisen, Zaubern lernen, auf einem Seil tanzen und mit viel Witz und Kreativität die Prinzessin zum Lachen bringen.

 

Ein weiteres besonderes Ereignis im Sommer war die lange Nacht der Stadtnatur, welche in Kooperation mit der Stiftung Naturschutz stattfand. Im Rahmen des Naturfestivals gab es eine Übernachtung unterm Sternenhimmel. Hier konnten die teilnehmenden Kinder in selbstgebauten Hütten aus Laub und Geäst übernachten. Wolfgang und Julie holten ihnen sogar die Sterne vom Himmel und begeisterten mit einer märchenhaften Lichtinstallation sowie köstlichen Speisen vom Lagerfeuer.

 

Selbst Erzieherstudenten lernten die Natur neu zu entdecken, sie wieder zu genießen und in und mit ihr zu spielen, denn ...

 

"Wer spielt, der lernt! Wer lernt, der lebt! Wer lebt, der spielt!"                                                (Jörg Roggensack)

 

 

 

 

 

 

Der Frühling 2017

Langsam schmolz das Eis und aus den Schlittenbergen entstanden Lehmschlitterberge, auf denen die Kinder sich in ihren Regenhosen sinnlich in den Matsch warfen, sich suhlten, kicherten und freuten. Dann langsam erwachten auch die ersten Pflanzen und Tiere aus ihrem Winterschlaf. Die Blumen streckten ihre Knospen dem Himmel entgegen, Insekten flogen noch müde in die kühle Luft und gemeinsam genossen wir die ersten warmen Sonnenstrahlen. Gespannt entdeckten die Kinder selbst gesäte Wildpflänzchen.

 

Im April hatte der Osterhase auch die Wilde-Welt-Besucher nicht vergessen; überall waren bunte Eier versteckt. Dieses Schauspiel blieb auch dem RBB nicht verborgen, der eine kleine Reportage bei uns drehte.

 

Ein freudig verhextes Fest war das Walpurgisfest auf der Moorwiese, bei dem der Winter verbrannt und der Frühling gefeiert wird. In unserer Wilden Welt war ein rasanter Hexenbesenparcours aufgebaut, dem sich jeder kleiner Hexer und jede kleine Hexe stellen konnte. Flugs die Hügel auf und ab durch verzauberte Spinnweben fliegen, die richtigen Zutaten für den Zaubertrank erkennen, die besondere Verwandlung in ein Tier, das Reimen von Zaubersprüchen und der Kampf gegen einen großen, wilden Drachen! Hier erlangten die Zauberlehrlinge das magische Auge, das alle Hexen eint, schützt und Klarheit bringt. Anschließend wurde mit der ganzen Familie auf der Moorwiese getanzt, gespeist und gefeiert.

 

 

 

Der Winter 2016/17

Nach weihnachtlichem Spiel und dem Basteln für den Naturerfahrungsraum und dessen Tier und Pflanzenwelt wurde im neuen Jahr die Fläche von glitzerndem Schnee und Eis bedeckt. Die Lehmhügel wurden zur arktischen Landschaft, die mit dem Schlitten erkundet werden musste. Schneeballschlachten waren auszufechten, aus Schnee entstanden Skulpturen, aus Eis eine Schlittschuhbahn. Die Kinder verwandelten sich gemeinsam in Waldarbeiter oder in Vögel, die Weidenholz und Nester für den Zaun schnitten, transportierten und flochten.

 

Der Herbst 2016

Am Weltspieltag, dem 20. September, wurde der Naturerfahrungsraum eröffnet. Die Birkenblätter tanzten im goldenen Sonnenlicht, als die Axt das eröffnende Seil endlich durchtrennte. Alle Interessierten, Groß und Klein, forschten und feierten gemeinsam. Es wurde gespielt, gematscht, geklettert, und wir ließen uns Würstchen und Brezeln schmecken. Auch über die Bedeutung der Natur für die Zukunft wurde philosophiert, angeregt durch frühkindliche Erlebnisse der Besucher und ihren positiven Erfahrungen in der Natur. Marie Lorbeer vom Träger Spielkultur-Berlin-Buch, Christine Keil, Bezirksstadträtin für Jugend und Facility Management in Pankow und Reinhard Dalchow, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Naturschutz Berlin betonten diese Wichtigkeit ebenfalls bei ihrer Eröffnungsrede.

Leider konnten einige Bereiche aufgrund des Pflanzenwachstums in der ersten Zeit nur schonend bespielt werden; was einige Kinder nicht davon abhielt, sich ausgiebig mit dem Lehmberg zu beschäftigen und kleine Hütten für sich und die Wildtiere, wie zum Beispiel den Igel, zu bauen. Auch gab es Benjeshecken zu erklimmen und ein Fichtenzweige-Trampolin zu erfinden, um dann einen ganzen Weg daraus zu gestalten.

Zum Austauschwochenende der Jugendfarmen und Abenteuerspielplätze aus ganz Deutschland gab es einen Workshop zum Thema „Naturerfahrungsräume in Großstädten“. Pädagogen konnten hier alles über Naturerfahrungsräume am eigenen Leib erfahren und lernen. Dabei wurden viele Parallelen zur eigenen Arbeit festgestellt und gemeinsam durchleuchtet.